Tagebüchlein

Was treibe ich immer so 🙂 . . .

Die Schlehenblüte ist schon fast vorbei, deshalb war ich bei uns am Heckenrand und habe sie noch fleißig geernet. Aber nicht nur Schlehenblüten habe ich brav gesammelt sondern auch Gänseblümchen. Deshalb gibt es bald wieder mein bekanntes „Gänseblümchen-Schlehenblüten-Gelee“ 🙂 . (24.4.22)

 

 

Inzwischen haben mich schon zwei Bekannte angesprochen, dass ich in der BR Sendung „Schnittgut“ zu sehen war 🙂 . Stimmt es kam ein ältere Bericht mit mir über Frühlingskräuter. Wer will kann ihn noch ansehen (10.4.22)
Hier ist der Link dazu (18:40min):
https://www.br.de/mediathek/video/schnittgut-garten-magazin-schachbrettblume-hochbeet-fuer-kraeuter-haselnuss-av:5c7e9313043f3a001837066b

 

Am Freitag war ich zum ersten Mal auf dem Hechendorfer Wochenmarkt. Doch es war nur ein sehr kurzer Aufenthalt, denn die Sturmböen am Nachmittag wurden immer heftiger und der geliehene Pavillon ging fast kaput. So musste ich leider nach einer guten Stunde wieder abbauen und heimfahren. Schade, es waren supernette Leute auf dem Markt.
Ich habe noch ein paar Palmsträußchen falls Jemand einen bräuchte. Einfach anrufen und vorbei kommen. (9.4.22)

 

 

Endlich gehen  nach langer Zeit wieder Präsenzveranstaltungen richtig los.
Am Samstag war ich bei dem sehr informativen Landwirtschaftstag in Wartaweil mit dem Thema „Artenvielfalt in der Landwirtschaft“ und einem super anschaulichen Workshop zu den Bodenorganismen.
Und Gestern war ich den ganzen Tag zur Fortbildung in Kempten zum Thema „Bayerische pflanzliche Speiseöle“. Ein Wahnsinnstag mit vielen Kostproben rund um Pflanzenöle. Die Geschmacks- und Farbunterschieder zwischen den Ölen waren schon sehr interessant. Es gab zum Probieren: Iberisches Drachenkopföl, Rapsöl, Senföl, Leinöl, Leindotteröl, Walnussöl, Hanföl, Mohnöl, Taubenkernöl, Färberdistelöl, Mariendistelöl. Noch Abends als ich ins Bett ging, hatte ich immer noch den wunderbaren Geschmack von dem einen oder anderen Öl auf der Zunge.
Auch wenn noch Maskenpflicht bei den Veranstaltungen war, es war super schön sich endlich mal wieder mit mehreren Leuten auszutauschen. 🙂 (30.3.22)

 

Gott sei Dank haben unsere drei Bulldogs (Traktoren) am Montag mal wieder den TÜV bestanden. Inzwischen sind sie ja nicht mehr die Jüngsten, denn sie sind zusammen 141 Jahre alt. (24.3.22)

 

Heute wird das Licht jede Stunde bizarrer. Der Saharastaub färbt den Himmel gelblich und den Regen rötlich. Dies macht alten Leuten wie meiner Mutter richtig Angst. Ist das noch normal oder doch schon der Anfang eines Krieges bei uns fragte sie mich vorhin. Das Wort „Blutregen“ beruhigte sie auch nicht gerade. Das Bild knipste ich um 13Uhr. (15.3.22)

 

Es ist immer wieder faszinierend wie schnell die Pflanzen im Frühjahr wachsen. Am 13.Februar hat man den Bärlauch nur gefunden (1.Bild), wenn man wußte wo er sonst immer wächst und die Laubschicht etwas beiseite geschoben hat. Heute am 13.März, genau vier Wochen später (2.Bild), lacht er einen schon von weiten mit seinem hellen grünen Blättern an.
Außerdem habe ich heute schöne weibliche Haselnussblüten entdeckt. Die männlichen Blütenkätzchen sind ja schon seit letzten Herbst an den Zweigen zu finden, die weiblichen gesellen sich erst im März dazu. (13.3.22)

     

 

Gestern bei der Waldarbeit hat mein Mann gesehen, dass schon der Seidelbast bei unserem Waldstück in einem wunderschönen lila blüht. Deshalb war ich vorhin draußen und habe ein paar Bilder gemacht. In Natura schauen die kleinen Sträucher noch viel schöner aus als wie geknipst. (6.3.22)

 

 

Bastelanregung zum Upcycling von leeren Tetra Paks zu Pflanztöpfe.
Man benötigt leere Tetra Pak Verpackungen und eine Schere.
Von der Verpackung die oberen 7-10cm abschneiden und die Verpackung gut ausspülen.
Anschließend wird sie zerknüllt und geknautscht.
Nun kann man oben an der Nahtstelle die oberste Papierschicht ganz einfach abziehen und den Rand umklappen.
Zum Schluss noch Abflusslöcher mit einer Schere oder dergleichen einstechen, damit im Aussaattopf keine Staunässe entsteht.
Erde rein, Saatgut drauf, leicht mit Erde bedecken, angießen und einen kleinen Frühstücksbeutel als Haube fixieren. Durch diesen Beutel entsteht ein Minigewächshaus mit einem feucht-warmen Klima und das Saatgut keimt besser. (28.2.22)
Viel Spaß beim Ausprobieren.

            

 

Heute wurde der erste Teil von unserer Photovoltaikanlage aufs Dach montiert. Wir sind schon jetzt richtig gespannt wieviel Strom die Anlage einmal erzeugen wird. Und natürlich wie schaffen wir es am Besten den selbsterzeugten Strom für uns zu nutzen. (16.2.22)

 

Im Moment bin ich ganz fleißig am Newsletter schreiben. Ein dazu passendes Rezept zu kochen, zu fotografieren und aufzuschreiben. Außerdem freue ich mich sehr darüber, dass die Tage nun endlich wieder spürbar länger werden und die Natur an der einen oder anderen Stelle schon erwacht wie z.B. unsere Schneeglöckchen sieht man schon rausspitzen. (27.1.22)

 

Auf diesem Wege wollte ich mich recht herzlich für Ihren Weihnachtseinkauf bei mir bedanken. (7.1.22)

 

Heute Morgen wurde ich von meinem Mann mit einer warmen Tasse Tee und einem großen wunderschönen Blumenstrauß geweckt, an dem ein kleines Säckchen mit Ohrringe hingen. Es sind ganz kleine Bienchen, also ganz passend zu meinen Lieblingsthemen Natur, Früchte, Vielfalt …. Ja so kann ein Geburtstagsmorgen immer beginnen 🙂 . (24.12.21)

 

Gestern fiel mir ein, dass ich noch eingefrorenes Eichelmehl habe. Das hat mich sehr gefreut, denn nun konnte ich Abends, nach dem auftauen des Eichelmehls, Eicheltaler backen. Meine Tochte kam nun schon dreimal zur Geschmackskontrolle, wenn das so weiter geht darf ich noch eine Portion dieser herrlichen Eichelplätzchen backen. (10.12.21)

 

Gleich nach meiner morgigen Stallarbeit bin ich sofort zum Einkaufen gedüst und habe auch gleich ein paar Kleinigkeiten zu Nikolaus für meine Familie besorgt. Unter anderem einen schönen großen Schokoladennikolaus für unseren Sohn. Zuhause stell ich ihn schwungvoll ab und er fällt mir von der Arbeitsplatte. Der Schokokopf zerbrach. Mist. Dann dachte ich mir den klebste (flickste) jetzt mit Schokoladenkuvertüre wieda zsamm. Was soll ich sagen … kurz und bündig: es funktionierte nicht!
Diese Ungeschicktheit hatte auch etwas Gutes. Denn nun habe ich einen neuen Schokoladennikolaus für meinen Sohn besorgt und den zerbrochenen schnabuliere ich nun selber 🙂 . (3.12.21)

 

Gestern Abend war ich fleißig und habe einige Marmeladen-Geschenk-Stangerl hergerichtet und hoffe nun auf begeisterte Abnehmer. (16.11.21)

 

Letzten Freitag war ich auf einem sehr interessanten und informativen Grundlagenseminar Pomologie „Obstsorten erkennen, Merkmale benennen“ in Benediktbeuern. Es war ein Seminar im Rahmen des Projekts „Apfel-Birne-Berge – Alte Obstsorten im Alpenland“. Uiuiui ist das ein riesiges Themengebiet. Die Organisatoren haben zu diesem Tag eine sehr tolle Obstausstellung mit aufgebaut. (10.11.21)

   

 

Sowie jedes Jahr ist im Herbst Mist fahren (Mist streuen) angesagt. Die Arbeit muss gemacht werden bevor Sperrfristen beginnen und unsere Keuma (Jungtiere) wieder in ihren heimischen Stall kommen. Denn es muss Platz  für den neuen Mist geschaffen werden und ausserdem wird auf diese Weise zur Humusbildung beigetragen. Diese Woche war es schon sehr kalt auf dem Traktor, brrrr. Kein Vergleich zu den herbstlich warmen Temperaturen vom letzten Jahr. Doch nach zwei Tagen hatte ich mit meinem alten kleinen Mistbreiter (Miststreuer) die Arbeit geschafft 🙂 . Gewaschen habe ich ihn auch schon, jetzt muss er noch abtrocknen und anschließend abgeschmiert und wieder verräumt werden. Dann hat er Pause bis nächstes Jahr wieder Mist fahren ansteht. (6.11.21)

 

 

Im Moment geht es bei mir mit dem Einmachen echt rund. Die gepflückten Birnen wollen ins Glas und natürlich haben mich die Schlehen- und Weißdornfrüchte vom Waldrand her sehr angelacht. Wer mich kennt weiß, dass ich nicht nur alt bekannte Rezepte zubereite sondern auch immer wieder das ein oder andere Neue ausprobiere. (21.10.21)

 

Nach zwei Jahren konnte ich endlich wieder einen Kurs mit gemeinsamen kochen veranstalten. Bei schönsten Wetter genossen wir die gemeinsam zubereiteten Schmankerl. Es gab z.B. Apfelrosen, Kartoffelsemmeln und Apfelsalat. (25.9.21)

 

Am letzten Ferientag war ich als Begleiterin beim Ferienprogramm Herrsching mit dabei. Das Wetter war toll, das hat Organisator Wolfgang wirklich gut beim Petrus bestellt. Mit dem Dampfer ging es von Herrsching nach Utting und dann die paar Meter zu Fuß zum Labyrinth EX ORNAMENTIS, das aus Hanf, Mais und Sonnenblumen gestaltet ist. Heuer ist das Thema des Labyrinths „50 Jahre Sendung mit der Maus“. Hier eine der vielen Tafeln, die es zu entdecken gab und der Ausblick vom Dampfer auf der Rückfahrt. (15.9.21)

 

 

Die Nachbarschaftshilfe Hechendorf war Anfang September im Rahmen ihres Ferienprogramms bei uns auf dem Hof. Bei schönsten Wetter hatten wir viel Spaß mit dem Thema Wildkräuter. Im Starnberger Merkur ist dazu ein Artikel erschienen. Auf dem Bild sieht man unsere Hände und wie wir sie  mit Blütentattoos verschönert haben 🙂  . (10.9.21)

 

Das seeehr durchwachsene Wetter fordert schon reichlich „gute Laune-Reserven“ von uns Allen ab. Finden Sie nicht auch?
Manche meiner Pflanzen freuen sich, dass sie mal so richtig viel Wasser bekommen und andere geben nach und nach den Geist auf. Soviele Apfelbeeren (Aronia) habe ich von meinen vier Sträuchern in den letzten zehn Jahren noch nie geerntet. Doch dafür habe ich noch nie so wenig Tomaten wie dieses Jahr gehabt. Die Braunfäule macht mir bei unseren Tomatenpflanzen schon sehr zu schaffen. Die Salatpflanzen fielen den gefräßigen Schnecken zum Opfer, aber einige Bohnenpflanzen haben es geschafft und wachsen hoch hinaus. Die Bohnen in unserem Gartel wachsen an der Mispel hoch und die in der großen Wanne ranken im Zwetschgenbaum. Die Böhnchen, die ich nicht schaffe zu ernten lasse ich auswachsen, dadurch gewinne ich Saatgut für die nächste Bohnenaussaat. Gestern gabe es auf jeden Fall Bohnengemüse und Bohnensalat satt 🙂 .
Wie geht es Ihnen heuer mit der Ernte? (28.8.21)

   

 

Gestern haben wir einen wunderschönen Ausflug in die Berge unternommen. Mit dem Wetter hatten wir echt Glück, denn heute regnet es fast den ganzen Tag immer so dahin. Natürlich habe ich auch einige Pflanzen fotografiert, die ich sonst bei uns noch nicht oder selten finde wie z.B. das Sumpf-Herblatt, die Silberdistel, Blutwurz oder das Alpen-Greiskraut. Wir sind mit der Taubensteinbahn hochgefahren, zum Rotwandhaus gelaufen und von dort runter zum Spitzingsee, es war herrlich 🙂 . (16.8.21)

       

 

Wir wollen einen neuen Balkon, weil nach gut 20 Jahren die Bretter leider schon ganz schön durch sind und es sollen ja nicht die Balkonkästen beim nächsten Sturm auf unserer Terrasse landen 🙂 . Der Zimmerer hat nun die Lärchenbretter gebracht und ich bin fleißig am Imprägnieren und Lasieren. Ein Rotschwänzchenpaar nistet im Stall und schimpft immer sehr lautstark, wenn ich streiche (12.7.21).

 

 

Kleine Tomatenpflanzen zu verschenken
Die Sorten weiß ich leider nicht, die Pflänzchen sind im Gewächshaus oder im großen Blumentopf von alleine aufgegangen. Einfach anrufen, dann vorbei kommen und schon gehört ein Pflänzchen Ihnen 🙂 . (6.7.21)

 

Mein Kurs mit dem Thema „Rosen und Wildkräuter in der sommerlichen Küche“ ist leider wegen zu wenig Teilnehmern heute ausgefallen. Schade. Doch keine Sorge ich war nicht untätig 🙂 . Stattdessen habe ich Holunder- und Rosenblüten geerntet und verarbeitet. Die Blüten sind bei diesem schönen Wetter ein Traum und unser Haus duftet wunderbar. (19.6.21)

     

 

Heute sind wir dem giftigen Jakobs-Greiskraut auf unserer Weide auf den Pelz gerückt. Sonntag hin oder her die Arbeit muss gemacht werden, bevor wir unsere Keuma (Jungrinder) auf diese Weide bringen. Normalerweise fressen die Tiere das frische Kraut nicht, doch sicher weiß man es nie. Wir wollen es einfach nicht riskieren, dass sich unsere geliebten Keuma die Leber vergiften und wir wollen auch nicht, dass sich die Pflanze noch weiter ausbreitet. Wenn die Erde feucht ist bekommt man die Pflanzen leichter samt der Wurzel heraus und entsorgt werden sie über die Restmülltonne. (23.5.21)

 

Im Münchner Samstagsblatt und im Parsberg Echo stand vor kurzem ein Artikel übern Bärlauch, aber nicht wie man ihn erkennt. Mir ist das Thema einfach so wichtig, dass ich wieder einen Leserbrief mit Bestimmungsmerkmalen geschrieben habe. Und ein lieber Geist hat meinen Artikel im Samstagblatt entdeckt und mir vorbeigebracht. Das hat mich bärig gfreit. (22.5.21)

 

Wie auch in den letzten Jahren haben wir wieder am 1.5.  unsere Keuma (Jungrinder) auf die Wiese gebracht. Hal­le­lu­ja der Winter im Stall ist rum. Mein Mann hat am Wochenende Fotos gemacht, der Himmel mit den Wolken und das Grün der Wiese ist doch echt der Wahnsinn, bei uns ist es einfach schön 🙂 . Die Keuma machen gerade ein Päuschen zum Wiederkäuen und genießen ebenfalls den Ausblick vom Buckel herunter. (20.5.21)

 

 

Heute Morgen habe ich hin und wieder komische Geräusche  im Hausgang gehört, es klang fast wie krächzen. Hmhm komisch dachte ich, woher kommt das? Dann ein Blick vor die Haustüre und was sehe ich in meiner großen Blumenvase, es sitzt ein Vogel drin und schimpft. Kurz ein Foto geschossen und den Piepmatz wieder rausgelassen. Wie ein Blitz ist der Jungvogel zu unserem großen Holunderbusch geflogen und hat sich versteckt. Der wird noch viele Tage von seinem aufregenden Abenteuer erzählen 🙂 . (11.5.21)

 

Beinwellwurzeln und Gartenzeitschriften zu verschenken
Auch heuer verschenke ich wieder Beinwellwurzeln. Wer welche möchte, bitte kurz anrufen. Außerdem habe ich viele Ausgaben der Gartenzeitschrift „Mein schöner Garten“ aus den Jahren 1998-2002 zum schmökern zu verschenken. (3.5.21)

 

Im Starnberger Merkur stand am Mittwoch ein schöner Artikel übern Bärlauch und wie man ihn erkennt. Nur mir waren die Erklärungen zum Bärlauch erkennen etwas zu wenig, deshalb habe ich einen Leserbrief mit weiteren Bestimmungsmerkmalen geschrieben, der dann am Freitag gedruckt wurde. Passend dazu ein Bild mit drei schönen Bärlauchblättern. (25.4.21)

 

 

Das Wetter macht der alten Bauernregel alle Ehre: „Im April macht das Wetter was es will.“ Am Karfreitag schönster Sonnenschein und unsere Blutpflaumen- und Mirabellenblüten waren die reinste Pracht und in den letzten Tagen Schnee und Frost. Ich vermute, dass es dann heuer nicht soviele Mirabellen und Blutpflaumen geben wird. Doch vielleicht haben wir Glück und in den nächsten Tagen wird es wieder wärmer und die Insekten bestäuben noch einige aufgetaute Blüten. (16.4.21)

     

 

Ich weiß nicht wie das immer geht. Eine Zeitlang ist es nicht viel Flickwäsche und es lohnt sich nicht wirklich anzufangen und auf einmal, man glaubt es kaum, ist der Flickwäscheberg riesig. Jetzt war es mal wieder notwendig anzugreifen. (25.3.21)

 

Bei tollsten Schneetreiben, Kälte und Dunkelheit hatten wir diese Woche abends eine Beratung zu einer Photovoltaikanlage. Bei diesem Wetter kann man sich gar nicht vorstellen, dass so eine Anlage in unseren Breitengraden wirklich etwas bringt. Doch es wird ja irgendwann wieder schöner und wärmer und dann denkt man schon wieder ganz anders darüber. Doch auf muss man alles achten? Wie groß soll die Anlage werden? Speist man ins Stromnetz ein? Um wie viel steigt die Hausversicherung mit einer PV-Anlage auf dem Dach? Amortisiert sich die PV-Anlage irgendwann? Und so weiter und so fort. Dann kommt das i-Tüpfelchen! Der Preis wäre soundsoviel Euro, ok dachten wir, dann haben wir einen Anhaltspunkt. Am nächsten Tag bekamen wir das Angebot schriftlich und der Preis war einige Tausend Euro höher, denn der Betrag bei der Beratung war nur ein Nettopreis!!! Fragen Sie mich bitte nicht, was ich dann dachte … (20.3.21)

 

Jetzt nach den sehr warmen Tagen schneit es bei uns wieder. Ist ja ok, es ist ja erst Anfang März. Eben ging ich spazieren und habe gesehen, dass die Kornelkirschen schon wunderschön blühen. Doch bei diesem winterlichen Wetter fliegen natürlich keine Bestäuber umeinand. Jetzt bin ich ja mal gespannt ob es dann im Spätsommer viele oder sehr wenige Kornelkirschen geben wird. Vielleicht halten die Blüten bis Donnerstag durch, denn dann soll es wieder plus 15°C warm werden . (5.3.21)

 

Es ist der Wahnsinn was ein paar warme Tage im Februar bewirken können. Die Gänseblümchen sprießen nur so heraus und auch den ersten Huflattich habe ich bei uns entdeckt. (22.2.21)

 

 

Gestern war ich bei schönsten Wetter spazieren um zu schauen, wie weit ist denn schon der Bärlauch. A bißerl spitzelt er scho raus. Im Schatten ist er etwas kleiner und gelber und an einem sonnigen Fleck gar schon ein paar Zentimeter lang. Auch der Giersch traut sich schon raus und schmeckt wunderbar nach Gelbe Rübe. Der Frühling rückt näher 🙂 , egal was Corona treibt. (19.2.21)

   

 

In den letzten Jahren habe ich unseren Christbaum immer bis zum 2. Februar, also bis Mariä Lichtmess, in unserem Wohnzimmer stehen lassen. Doch Heuer nadelte er schon arg und deshalb habe ich ihn heute schweren Herzens abgeschmückt und zu Feuermaterial zerschnippelt. Doch die Krippe, die darf noch bis Lichtmess bleiben. Liebe Gäste wie lange lassen Sie Ihren Christbaum immer stehen? (10.1.21)

 

Gestern und heute bin ich fleißig am Januar-Newsletter schreiben. Dieses Mal geht es um den schönen Glücksklee und auch um die Weihnachtsplätzchen-Resteverwertung. Natürlich sitze ich nicht nur am PC sondern bin brav morgens und abends im Stall bei de Keuma und zwischendurch jagen mich meine Kinder immer wieder mal zu einem Spaziergang vor die Tür.  Was auch bitter notwendig ist, weil die Anzeige auf der Waage, mit dem vielen Platzerl schnabulieren, nur noch in die Höhe schnellen würde. Ich denke das Dilemma kenne nicht nur ich . (28.12.20)

 

Zur Zeit verarbeite ich fleißig meine noch eingelagerten Früchte. Auf dem Bild sieht man wie ich meine Miniäpfel trockne, damit daraus eine fruchtig-säuerliche Knabberei wird, oder man benutzt sie als Apfeltee. Inzwischen habe ich auch fast alle meine Mispeln zu Marmelade verkocht und der Rest muss noch ein wenig nachreifen und kommt dann in den Likör. Kürbisse habe ich noch viele, aber ein Teil ist nun als Ketchup oder Kürbis süß-sauer verdelt, oder wie heute Morgen als frische Kürbissemmel auf dem Frühstückstisch gelandet. (10.12.20)

 

Langsam wird die Arbeit draußen am Feld immer weniger. Ein Grund dafür ist, dass wir am Wochenende unsere Keuma (Jungtiere) von der Weide rein in den Stall geholt haben. Gott sei Dank genau zur richtigen Zeit. Jetzt hätten sie mit den frostigen Tagen und Schnee nicht mehr genug zum Fressen gefunden. Heu haben wir sowieso schon in den letzten Wochen dazu gefüttert. Unsere Katze war anfangs ganz durcheinander, weil sie nun nicht mehr alleine im Stall ist. (1.12.20)

  

 

Am Sonntag bekam ich sehr schöne Setzlinge der Spätblühenden Traubenkirsche geschenkt und weil nun bald das Wetter umschlagen soll, habe ich sie heute noch schnell eingepflanzt. Gestern dachte ich noch daran Bambusstäbe zur Markierung mitzunehemen, doch als ich heute am Waldrand mit Spaten und Pflänzchen stand, hatte ich sie natürlich Zuhause vergessen. Macht nichts ein paar dürre Äste erfüllen auch den Zweck. Während dem Pflanzen sah ich mich so um, damit ich sehe welchen Ausblick meine zukünftigen Traubenkirschen haben werden, oh Mann der ist schon beneidenswert 🙂 . (18.11.20)

   

 

Letzte Woche war ich fleißig am Eicheln sammeln, wässern, schälen und mahlen. Mehrmaliges tägliches wässern war zum Entbittern bitter notwendig 🙂 . Bei jedem Wasserwechsel habe ich eine Eichel probiert und sie wurden immer schmackhafter. Das Eichelmehl will ich bald zu Eichelplatzerl und Marmelade verarbeiten. (4.11.20)

       

 

Ich habe heuer so gut gegartelt, dass ich Kürbis, Mispeln und Miniäpfel in bester Bioqualität abgeben kann .
Moschuskürbis Sorte „Muscat de Provence“ Preis pro kg 3,00€.
Mispeln Preis pro kg 4,00€. (Das Rezept für Mispel-Fruchtleder steht unter Rezepte im November)
Miniäpfel Sorte „Red Sentinel“ Preis pro kg 4,00€ (Rezeptanregungen gibt es dazu.)

   

 

Diese Woche ist Mist fahren (Mist streuen) geplant. Rechtzeitig bevor die Sperrfrist beginnt und wir unsere sechs Keuma (Jungrinder) wieder ins Winterquartier (Ende November) rein holen. Gesagt, getan, erledigt. Bei diesem herrlichen Wetter ist Mist fahren eine schöne und befriedigende Arbeit. Nicht nur immer Gras von der Wiese wegnehmen, sondern gut abgelagerten Mist zur neuen Humusbildung wieder zurück geben. Das ist für mich ein wertvoller und wichtiger Kreislauf. (21.10.20)

 

 

Lange habe ich überlegt ob unser Hof mit Gemüsegarten und allem drum und dran als Naturgarten genügt. Nach längerem überlegen habe ich mich getraut und mich zur Naturgarten-Zertifizierung angemeldet. Mitte August kamen Jana Schmaderer und Patricia aus dem Siepen vom Kreisverband für Gartenbau und sahen sich mit mir meine wilden sowie meine etwas gepflegteren Ecken am Hof an. Sie freuten sich über die große Vielfalt, die bei mir zu finden ist und gaben mir gute Tipps wie ich das ein oder andere noch verbessern könnte. Ende September war es soweit, Anneliese Neppel vom Kreisverband für Gartenbau kam und überreichte mir eine Urkunde und ein tolles Schild für meinen Gartenzaun. Der Starnberger Merkur hat einen super Artikel dazu geschrieben. Meine Mama hat sich auch so für mich gefreut, dass sie mir eine Karte mit einem sehr schönen Spruch überreicht hat. (6.10.20)

       

 

Zitter, zitter, klapper, klapper. Oh Mann war das Heute kalt, als ich unsere Haferschlehen draußen an der Streuobstwiese gepflückt habe. Ich hatte das Gefühl als würde es jeden Moment zu schneien beginnen und der Wind  mich von der Leiter blasen. Das kann doch nicht sein, es ist doch noch September. Jammer… Meine schönen großen Muskatkürbisse habe ich wegen der Kälte mit Eimer zugedeckt, ich hoffe sie halten durch, laut Wetterbericht soll es nächste Woche wieder wärmer werden, denn sie müssen eigentlich noch ganz ausreifen. Ich denke mit meiner Schlehenernte werde ich nun Schlehensaft zubereiten, ich freue mich jetzt schon auf den Genuss , vielleicht mit einem Schlückchen Prosecco veredelt, mhh 🙂 . (26.9.20)

 

Im Moment stehe ich etwas mit unserer heimischen Vogelwelt auf Kriegsfuß. Immer wenn ich denke demnächst werden diese oder jene Früchte reif ernten die Vögel sie schon im nicht opitmalen Reifezustand. Gott sei Dank haben wir einige Zwetschgenbäume, damit heute wenigstens ein Eimer voll für mich blieb. Kaum war ich mit meinen Zwetschgen wieder im Haus, sah ich wie sich die lieben Vögelein über meine Vogelbeeren hermachten. Schwuppdiwupp griff ich zum nächsten Sammeleimer und holte mir noch ein paar Vogelbeeren, bevor sie Morgen ganz weg sind. Es ist auch unfair von den Vögeln, sie sind immer zu Mehreren unterwegs und fliegen können sie auch. (5.9.20)

 

Heute hat mein Bruder einen schön gezeichneten Käfer bei uns auf der Straße entdeckt. Der war so zackig unterwegs, dass mein Bruder ihn mit seiner Hand einbremsen musste, damit ich ihn fotografieren kann.
Im Internet habe ich schnell herausgefunden was es ist. Laut Wikipedia ist es die „Gemeine Feuerwanze“ und kein Käfer. Aha! Die Feuerwanzen leben gesellig, sie lieben und ernähren sich von Linden, Malven und Robinien. Die rot-schwarze Warnfarbe soll den Vögeln sagen, Vorsicht, ich bin gefährlich für dich, wenn du mich frisst. Obwohl es eigentlich gar nicht stimmt, doch die Strategie geht auf, sie werden weniger gefressen. Gärtnerisch gesehen gelten sie als unschädlich, wegen ihrem massenhaften Auftretens aber als lästig.
Wir haben jetzt nur eine Feuerwanze gesehen und fanden seine Musterung interessant, also noch keine Gefahr für meinen Garteneibisch. (26.8.20)

 

Täglich schauen wir nach unsere Keuma (Jungrinder). Passt alles, sind sie gesund, haben sie noch genug Futter zum Grasen, haben sie noch genug Wasser usw.. Diesmal habe ich ein paar Fotos gemacht.
Seht selbst und staunt. Oans von unsere Keuma hat zwei Köpfe, die Anderen sind alle nur mit einem Kopf bestückt .
Mein Mann meinte gleich es sieht ein wenig wie das Tier Stoßmich-Ziehdich von Doktor Dolittle aus. (16.8.20)

   

 

Letzten Samstag war bestes Kräuterführungswetter und wie man sieht, war ich brav mit Mundschutz unterwegs. In der linken Hand halte ich eine Blüte des Echten Johanniskrauts. Damit ich jaaa keinen der vielen, vielen Punkte beim Bestimmen vergesse, habe ich mir einen Spickzettel geschrieben . (5.8.20)

 

Letzten Sonntag haben mein Mann und ich einen Großangriff gegen die Acker-Kratzdistel gestartet und zwar mit reiner Muskelkraft. Je mehr Disteln wir ausgerupft haben, umso mehr wurden es. Die Disteln sind wie das Ungeheuer Hydra aus der griechischen Mythologie. Wenn sie einen Kopf verliert, wachsen ihr zwei neue, zudem ist der Kopf in der Mitte unsterblich. ahhhh. Jeden Tag gehen wir nun 1-2 Stunden raus um Disteln zu „ernten“, inzwischen weiß auch mein Rücken ein Lied davon zu singen. (15.7.20)

   

 

Der Juli Newsletter ist fast fertig, er muss nur noch die Prüfung meines Sohnes bestehen, dann wird er nächste Woche von ihm verschickt. Ich bin so froh, dass ich Kinder habe, die mich bei PC Dingen so super unterstützen. (27.6.20)

 

Es soll schöner werden verkündet der Wetterbericht und nicht nur einen Tag, sondern mehrere Tage hintereinander, endlich das richtige Wetter für Heuarbeit. Drei Tage Trockenheit am Stück plus Sonne benötigt Heu bis es trocken ist, eingebracht und für den Winter eingelagert werden kann. Was soll ich sagen, der Wetterbericht hatte recht 😃 . (22.6.20)

     

 

Endlich eine Regenpause, die ist genau richtig um Rosenblüten und Radieschenblätter zu ernten. Aus den Rosenblüten setze ich Rosenblütenessig an und aus den Radieschenblätter bereite ich noch einmal Radieserlblätter-Paste zu (siehe unter den Junirezepten). In den nächsten Tagen soll es diese mit Spagetti geben. (21.6.20)

   

 

Ich war gerade dabei den Juni Newsletter zu schreiben als das Telefon klingelte. Frau B. rief an um mir zu sagen, dass eins unserer Rindl ausgebüchst ist. Stöhn. Doch wir hatten Glück, Frau B. fing es mit Ihrem Sohn ein und lies es bei Ihren Rindern bis wir unseren Ausreißer wieder holten. Die wollte gleich gar nicht mehr weg von den fremden Ochsen, da hätte es ihr gleich besser gefallen, als bei ihren weiblichen Weggefährten. Ganz nach dem Sprichwort „Das Gras auf der anderen Seite des Hügels ist immer grüner.” (28.5.20)

 

Am 1.5. haben wir unsere Keuma (Jungrinder) wieder auf die Wiese gebracht. Die Winterzeit im Stall ist vorbei. Heute habe ich Fotos gemacht, damit man sieht wie wohl sie sich fühlen und mit Appetit das frische Grün genießen. Irgendwann während der Fotosession habe ich meine gute Lesebrille verloren und nicht wieder gefunden. Ich bin wirklicher ein absoluter Schussel. (4.5.20)
P.S. Abends zog meine Tochter noch einmal los und hat die Brille in der Wiese entdeckt.

     

 

Hier folgen  nun zwei sehr lebensnahe Erlebnissberichte meines Mannes …

Wie alles begann
Bei einigen unvermeidbaren Gartenarbeiten hatte ich mit meiner Frau schon öfters den Spass gemacht ihr zu sagen, dass es mich nicht stören würde wenn wir mehr schöne, möglichst große Feldsteine überall ums Haus herum liegen hätten. Da, wo ein Stein liegt, kann ja kein Unkraut wachsen, das gejätet werden müsste, kein Rasen der gemäht werden sollte und auch keine andere Pflanze, die gezupft, gerupft, hoch gebunden,  entlaust oder sonstwie aufwendig gepflegt werden müsste. Ich habe lange in der Stadt gelebt und kein Problem mit Asphalt und Beton. Mir genügt es wenn ich die Natur sehe und die sehe ich in Form von Wald, Wiesen und Feldern. Ich brauche keine Pflanzen im Garten, die bei guter Pflege vor lauter Freude nochmehr unkontrolliert rumwuchern.  Mir gefallen Pflanzen, die vollkommen selbstständig und als Zierde für die Landschaft einfach wachsen.

Daher begrüßte ich es auch als meine Frau mit dieser Ausbildung zur Kräuterpädagogin begann. Anfangs befürchtete ich schon etwas, dass sie als Schuluniform eine dunkle Kittelschürze und ein Kopftuch bräuchte, sie bald bucklig, dafür mit einer schwarzen Katze auf der Schulter jeden Satz mit „Knusper, knusper Häuschen…“ beginnen würde und mit dem Besen zur Schule reiten würde. Aber: nichts dergleichen. Sehr spannend und hoch wissenschaftlich ging es zu in ihrem Unterricht und ich bereute oft, dass ich an einigen Stellen meiner Chemieausbildung nicht besser aufgepasst habe.

Aber ich hatte trotzdem häufig die Möglichkeit meine Frau bei ihrer Ausbildung und besonders natürlich bei ihren Hausaufgaben zu beobachten, zu erleben und machmal auch ein kleinwenig zu unterstützen. Als meine Frau an einem abend vom Unterricht nach Hause kam, verschwendete sie kaum ein Wort des Grusses, oder einer umfassenden Erklärung, sondern murmelte nur was von“….brauch´Lärchenzapfen“ und entschwand wieder. Diese Verhalten war in letzter Zeit nicht ungewöhnlich. An ihren Ausbildungstagen gab es immer nur wenig andere Themen als Pflanzen. Sie war voll in ihrem Element und da wurde Vieles gesammelt, was in der Vergangenheit gemeinhin als Unkraut bezeichnet oder allenfalls als nette floristische Naturdekoration gesehen wurde, nicht aber als Nahrungsmittel.

Aber Lärchenzapfen ? Naja, nun war das anders. Frisch grün müssen sie sein und auf keinen Fall eigenmächtig begonnen haben zu verholzen. Späteren Auskünften entnahm ich, dass sie nur deswegen auf der Suche war, weil die Schuldirektorin so unangenehm berührt wirkte als meine Frau und ihre Mitschüler gleich nach Bekanntwerden des guten Geschmacks der Zapfen, sich alle schon über die im Schulgarten wachsenden Lärchen äsend hergemacht hatten. Saisonalbedingt aßen wir zur Zeit außerdem Bärlauch in all seinen Vegetationsstufen, Gänseblümchen, mal die Blüten, mal die Stiehle. Sie pflückte sich Birnenbaumblüten auch nicht um sie sich in die Haare zu stecken, sondern um sie zu verzehren. Wiesenkapern wurden angesetzt und Löwenzahnmarmelade und viele andere Kräuter.

Kaum ein Buch und wir haben viele Bücher, bei dem nach dem unkonzentrierten Aufschlagen nicht mindestens eine getrocknete Planze heraus fiel. Und ich schätze das wird noch einige Jahre so sein, denn ähnlich wie ein Eichhörnchen, kann sich meine Frau unmöglich alle ihre kleinen Blumentrocknungsdepots merken. Als vorteilhaft hat sich auch erwiesen, dass ich als Hobby einmal intensiv Krafttraining betrieb und ein paar schwere Hantelscheiben mein Eigen nenne. Einen Schachtelhalm zu pressen erfordert schon ein gewisses Gewicht um hier ein möglichst flaches Ergebnis zu erzielen. Auch sind wir trotz der jahrelangen Nutzung eines PC´s nebst Internetnutzung noch immer nicht weg von unseren klassischen Telefonbüchern. Die Pressfläche ist ungleich größer als zwischen zwei CD-Rom-Hüllen. Wenn es so weitergeht werden wir im Spätherbst und besonders im Winter mehr Planzen im Hause haben als das ganze restliche Voralpenland, aber das macht nichts. Sie schaden ja nicht .

Außer … Ich hatte da letzte Nacht einen Traum. Ich fuhr von der Arbeit nach Hause. Kilometer um Kilometer dem ich mich meinem Dorf näherte verschwand das Grün der Bäume und Wiesen um mich herum und verwandelte sich in ein braun-grau. Bei näheren Hinschauen erkannte ich nur noch dicke Pflanzenstiehle, kahle Äste, blanke Erde und Steine. Als ich in meine Strasse einbog sah ich wie meine Frau auf allen Vieren in unserem Garten kniete, den Mund voller Gras hatte und mich wiederkäuend anmuhte…..! Ein prägendes Bild. Vielleicht fahre ich heute mal überraschend früher heim und gebe ihr einen langen Kuss um zu prüfen ob sie nach frisch gemähten Rasen schmeckt ……

 

Vom Abenteuer…
… ein Marmeladenverkäufer zu sein.
Lange, sehr lange musste meine Frau auf mich einreden. Es ging darum sie ein paar Stunden an ihrem Verkaufsstand auf dem Christi Himmelfahrts-Markt in Andechs zu vertreten, damit sie und die Kinder eine Konfirmation von Freunden besuchen können. Die Vernunft sagte: „Tue es nicht! Du bist nicht qualifiziert Kräuter- und küchentechnische Fachfragen zu beantworten. Du bist auch kein Verkäufertyp. Wenn einer mitleidig schaut, wirst Du es ihm schenken. Wenn einer drei Gläser auf einmal kauft, wirst du ihm aus übertriebener Dankbarkeit einen völlig geschäftsschädigenden Rabatt gewähren. Wenn dich jemand fragt, ob du auch nach Hause lieferst, wirst du bejahen und für ein 1€-Probierfläschen 80 Kilometer durch Oberbayern fahren. Andersrum würdest du einen kaufwilligen, aber dich dumm anlallenden Betrunkenen an der Zunge packen, über den Aspalt zur Haltestelle schleifen und mit einem Fusstritt in den Bus stoßen.“

Nein, ich bin kein Verkäufer. Da aber meine für mich formulierten Alternativideen in Summe doch gegen Null gingen, ließ ich mich breitschlagen. Ich lud mir eine Obstkiste voller Brotzeit, um in der erwarteten dreistündigen Betreuungszeit eventuell Fachgespräche durch übertriebene Kauarbeiten schon schon im Keim zu ersticken, und um mich völlig abzureagieren schnappte ich mir noch eine Flasche Guiness, die ich am Fuße des heiligen Andechser Berges leeren würde – Hach…., welch prickelnder Schabernack…. Zusätzlich nahm ich noch einen CD-Spieler mit nebst Didgeredoo-Musik, Genesis und Alice Cooper, denn meine Frau klagte doch nun nach drei Tagen schon über leichte Nervenstörungen, nachdem der Nachbarstand, der CDs verkaufte, den „König von Tirol“ und irgendein Lied von einem roten Bikini schon solange gespielt hatte, dass an dieser Stelle schon fast die Bäume kein Laub mehr hatten.

Im Verlauf meines Arbeitseinsatzes merkte ich allerdings, dass die Didgeredoo-Musik vor dem König zu einem Säuseln zerfiel, und auch kraftvolle Genesis-Klänge und Heavy-Freund Alice Cooper es nicht schafften Tirol zu besiegen…. Ich fügte mich also in mein akustisches Schicksal. Der Verkauf schleppte sich ob des schlechten Wetter so dahin und ich hatte viel Zeit eine lange aufgeschobene Datensammlung über Radioaktivität und Strahlenschäden zu lesen. Ein netter Kontrast zu der Natur die ich verkaufen sollte. Erwartungsgemäß blamierte ich mich dann zwischenzeitlich bei Fragen nach der Wirkung von Wiesenlabkrautgelee und welcher Likör denn richtig süß schmecken würde … Ich bin ja nur die unbezahlte Hilfskraft und meine Frau die Geschulte. Egal, dadurch demütigte ich mich halt mit meinem Nichtwissen selber. Tja, so bleibt man bescheiden.

Alles in allem war es eine nette Erfahrung, die ich nicht missen möchte und ich freue mich schon aufs nächste Jahr, obwohl ich glaube dass ich an diesen Tagen starke Migräne haben werde. Ich spüre schon so ein leichtes Ziehen in der Schläfengegend …