Liebe Leserin, lieber Leser,

Lebensmittel, die noch gut sind, zu entsorgen regt mich immer sehr auf. Deshalb bin ich oft am Überlegen was man aus Diesem oder Jenem noch Gutes kochen und der geliebten Familie schmackhaft machen kann. Aus alt gewordenem Brot und Semmeln kann man soviel machen, dass ich gar nicht weiß, wie ich beginnen soll. Hier ein paar Beispiele:
  1. Vorspeisen, Beilagen: Brotsuppe, Käsenockerl, geröstete Brotwürferl (Croûtons), Brot- oder Semmelscheiben überbacken wie z.B. Bruschetta (siehe Rezept vom 17.5.20), Brotsalat, Semmel-, Brezen- oder Brotknödel ...
  2. Hauptspeisen: Kirschmichel, Arme Ritter oder gefüllt als Reiche Ritter, Scheiterhaufen, Ofenschlupfer, Semmelschmarrn, Brotpudding, Brotauflauf süß oder herzhaft, Brotpflanzerl ...
  3. Gebäck, Nachspeise: Brotkuchen, Brotdessert mit Kirschen oder Apfelmus ...
  4. Sonstiges: Semmelbrösel, Brotchips …
  5. Früher gab es bei uns Zuhause oft Abends aufgeschnittene Semmeln oder Brot mit warmer Milch übergossen und gezuckert. mmh
Oder Sie sammeln Ihre Brot- und Semmelreste und bringen sie mir vorbei. Bei uns am Hof (Seite Hartstraße) neben meinem Schaukasten (siehe Foto) ist eine kleine blaue Kiste in der ich es sammle. Wenn genug beisammen ist weiche ich es mit Wasser als Schleckerei für meine Tiere ein, die freuen sich immer sehr 😀.



Rezept Arme Ritter

Diese Woche gibt es ein Rezept, dass zum obigen Thema „Brot- und Semmelverwertung“ und zur beginnenden Rosenblüte passt. Auf meiner Startseite findet man das Gericht „Armen Ritter“ aus dem Backofen.



Marmeladen sind im Juni im Angebot

Falls es Ihnen nach meinen Produkten gelüstet oder Sie eine Kleinigkeit zum Verschenken benötigen, habe ich einen kleinen Anreiz für Sie!
  • Bei Abnahme von fünf Gläsern Marmelade bzw. Gelee á 130g gibt es ein Glas Kräutersalz oder Blütenzucker (50g bzw. 35g) gratis dazu.
  • Bei Abnahme von fünf Gläsern Marmelade bzw. Gelee á 230g gibt es eine Flasche Holunderblüten- oder Lindenblüten- oder Zitronenverbenensirup (200ml) gratis dazu.
Eine Liste meiner Produkte und weitere Bilder finden Sie hier, zum Beispiel:






Kurse entfallen

Die Kurse vom 20.6.20 und 27.6.20 entfallen. Ob und in welcher Form heuer Kurse wegen Corona stattfinden können, entscheidet sich leider erst sehr kurzfristig.



„Die Rose v. Rainer Maria Rilke“

Der folgende Text findet sich oft im Internet. Ich fand ihn sehr nett und möchte ihn daher mit Ihnen teilen.

Rainer Maria Rilke ging in der Zeit seines Pariser Aufenthaltes regelmäßig über einen Platz, an dem eine Bettlerin saß, die um Geld anhielt. Ohne je aufzublicken, ohne ein anderes Zeichen des Bittens oder Dankens zu äußern, als nur immer die Hand auszustrecken, saß die Frau stets am gleichen Ort. Rilke gab nie etwas, seine französische Begleiterin gab häufig ein Geldstück. Eines Tages fragte die Französin verwundert nach dem Grund, warum er nichts gebe, und Rilke gab ihr zur Antwort: „Wir müssen ihrem Herzen etwas schenken, nicht ihrer Hand.“ Wenige Tage später brachte Rilke eine eben aufgeblühte weiße Rose mit, legte sie in die offene, abgezehrte Hand der Bettlerin und wollte weitergehen. Da geschah das Unerwartete: Die Bettlerin blickte auf, sah den Geber, erhob sich mühsam von der Erde, tastete nach der Hand des fremden Mannes, küßte sie und ging mit der Rose davon.
Eine Woche lang war die Alte verschwunden, der Platz, an dem sie vorher gebettelt hatte, blieb leer. Vergeblich suchte die Begleiterin Rilkes eine Antwort darauf, wer wohl jetzt der Alten ein Almosen gebe. Nach acht Tagen saß plötzlich die Bettlerin wieder wie früher am gewohnten Platz. Sie war stumm wie damals, wiederum nur ihre Bedürftigkeit zeigend durch die ausgestreckte Hand. „Aber wovon hat sie denn all die Tage, da sie nichts erhielt, nur gelebt?“, frage die Französin. Rilke antwortete: „Von der Rose“

Nahrung für die Seele ist manchmal mehr wert, als ein paar in den Hut geworfene Münzen. Rilke mit seinem feinen Gespür hat die Rose mit dem Herzen geschenkt und so die Aufmerksamkeit der alten Bettlerin auf Ihre Lebensfreude gelenkt, die wertvoller ist als Geld. (Rainer Maria Rilke hat von 1875 – 1926 gelebt)



Ich wünschen Ihnen eine schöne Zeit, lassen Sie es sich gut gehen und bleiben Sie gesund.


Mit freundlichen Grüßen
Gisela Hafemeyer

Frieding
Riedweg 1A
82346 Andechs
Tel.: 08152/2664
www.kraeuterstadl.de


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