Medienpräsenz

 Parsberg Echo (03.09.2018)

„Keine Angst vor der Natur“
Gisela Hafemeyer steht niemals still

In ihrem Gewächshaus baut sie Gurken und Tomaten an. (Bild: Huss-Weber)

Gisela Hafemeyer hat nach der Realschule eine fünfjährige Ausbildung zur Dorfhelferin absolviert. „Das war ein großer Traum von mir, ich wollte Land auf, Land ab helfen und habe die Vielseitigkeit dieses Berufes geschätzt“, blickt die heutige Kräuterpädagogin aus Frieding (Gemeinde Andechs) zurück. Bei dieser vielschichtigen Ausbildung erhält man Einblicke in Themenbereiche wie Hauswirtschaft und Ernährung, Landwirtschaft und Wirtschaft. Einige Jahre hatte sie in diesem Beruf gearbeitet, doch Gisela Hafemeyer wollte mehr. Wo andere die Welt erkunden, erweiterte die lebensfrohe Dorfhelferin ihren Horizont von Zuhause aus.

Eine Weiterbildung ist keine Weiterbildung

Nachdem klar war, dass der elterliche Milchviehbetrieb verkleinert werden musste und Hafemeyers Kinder aus dem Gröbsten raus waren, hatte sie etwas Luft dafür, um „wieder einmal etwas für sich zu tun“. Anstelle der Milchkühe gibt es nun an ihrem Hof circa sieben Kalbinnen für die Fleischgewinnung. Sie stehen von Ende April bis Ende November auf einer großzügigen Weide und kommen nur im Winter in den Stall. „Das spart viel Stallarbeit“, erklärt die vielschichtig interessierte Landwirtin weiter. Dies bedeute allerdings nicht, dass sie nicht täglich nach ihrem geliebten Fleckvieh schaut. „Wir fahren morgens und abends hin, kontrollieren die Tränken und natürlich auch, wie es den Tieren geht“, beschreibt sie ihren Alltag. Den Betrieb mit den Nutztieren führt sie gemeinsam mit ihrem Mann im Nebenerwerb. Ihr Mann ist in einer örtlichen Firma berufstätig und in die Landwirtschaft dank seiner Frau hineingerutscht.

Nachdem nun ein anderer Wirtschaftszweig in Sachen Nutztierhaltung gefunden war, machte sich Hafemeyer auf die Suche, nach Möglichkeiten, um den Hof besser zu nutzen. „2004 bin ich dann auf die Ausbildung zum Kräuterpädagogen gestoßen und habe mich gleich angemeldet“, erklärt sie. Nachdem sie diese einjährige Ausbildung beendet hatte, machte sie eine Weiterbildung zur Gartenbäuerin. Darauf folgten die Qualifikationen Erlebnisbäuerin Lernort Bauernhof, Referentin für Hauswirtschaft und Ernährung und im Jahre 2018 dann der krönende Abschluss mit der bestandenen Meisterprüfung zur Hauswirtschafterin.

Kein Weg ist ihr zu steinig

„Ich habe gerne für meine Fortbildungen gelernt“, erzählt Hafemeyer. Sie habe der Lernort Natur schon immer fasziniert. Ihr Ziel sei es mit den zahlreichen Fortbildungen gewesen, ihren Horizont zu erweitern, aber auch das Erlernte an andere weiterzugeben. „Es ist beeindruckend, was unsere Natur zu bieten hat“, sagt sie.

In ihrem Kräuterstadl gibt sie regelmäßig Kurse für Schulkinder und auch Erwachsene. „Es ist mir wichtig, den Menschen mein Wissen über Natur und Heimat weiterzugeben, denn nur das was man kennt, schützt man auch“, so das Credo der Kräuterpädagogin.

Immer wieder stelle sie fest, dass Menschen gegenüber Wildkräutern Berührungsängste haben. „Manche sind fasziniert, dass man Gänseblümchen essen kann und sind etwas beschämt, dass sie diesen im Rasen immer zu Leibe rücken“, schmunzelt sie. Ebenfalls gäbe es ab und an Kinder, die Erde nicht anfassen wollen würden. „Man darf nicht vergessen, dass wir ein Teil der Natur sind, ohne sie geht es nicht.“

Im Herzen grün

Bei Gisela Hafemeyer gibt es nicht nur ein Gewächshaus, in dem Chillischoten, Tomaten und Gurken wachsen, sondern auch auf dem ganzen Hof zahlreiche große und kleine Blumentöpfe, in denen die verschiedensten Kräuter wachsen. „An Muttertag gibt es für mich immer Kräuter, das freut mich sehr“, verrät sie. Ringelblumen, Duft- und Essrosen, Majoran, Oregano, Lavendel und viele, viele weitere Kräuter. „Ich habe gerne eine große Auswahl an Topfkräutern. Diese ergänzen die Vielfalt der Wildkräuter auf den Wiesen ungemein“, sagt sie. Außerdem baut sie selbst noch Kürbisse und Zucchinis an. „Mir ist es wichtig, dass alles so naturbelassen wie nur möglich wächst. Es muss nicht alles in Reih und Glied gepflanzt sein. So bunt und gemischt wie die Natur ist, soll auch der Garten sein“, erklärt sie weiter.

In ihren Kursen gibt sie ihre Erfahrung und ihre Philosophie an die Teilnehmer weiter. Kinder dürfen durch Wiesen laufen und dabei Leckereien entdecken, Erwachsene können Kräuterwanderungen und Kräuterkochkurse buchen. „Ich wünsche mir, dass Menschen keine Angst vor der Natur haben“, so die Kräuterpädagogin. Diesem Wunsch versucht sie in ihren Kursen täglich ein bisschen näher zu kommen.

Münchner Merkur (

 Parsberg Echo (27.09.17)

Münchner Merkur (

Die ganze Vielfalt in einem Strauß
Kräuterbuschen Binden von Susanne Sasse

Duftende Kräuterbuschen stehen an Mariä Himmelfahrt im Mittelpunkt der Gottesdienste. Die kunstvoll zu Sträußen gebundene Heilpflanzen, Kräuter und Getreideähren werden geweiht. Kräuterpädagogin Gisela Hafemeyer aus Andechs erklärt, welche Pflanzen sie bindet.

Andechs – Der Tisch auf dem Hof von Gisela Hafemeyer in Frieding bei Andechs (Kreis Starnberg) liegt voller Kräuter. Es sind mehr als 40 verschiedene, gemeinsam mit ihrer Mutter Lieselotte Hörmann (78) hat sie sie gesammelt. Nach drei Stunden musste sie sich zwingen, aufzuhören, sonst hätte sie den ganzen Tag weitergesucht. Denn Pflanzen zu sammeln, das war schon als kleines Mädchen ihre Leidenschaft.
Die Kräuterbuschen bindet traditionell ihre Mutter Lieselotte Hörmann. „Ich habe es von meiner Mutter gelernt, ohne Kräuterbuschen kann ich mir den Sommer nicht vorstellen“, sagt die Seniorin.
Wie genau die Buschen gebunden gehören, da hat jeder seine eigene Methode, erklärt sie: „Es gibt kein richtig und falsch, jede Region hat andere Regeln.“ Aber ein paar gelten überall: Prachtvoll sollen die Buschen eben sein – und fast überall bindet man in die Mitte eine Königskerze.
In einigen Regionen werden nur sieben Kräuter hineingebunden, sie sollen die Zahl der Wochentage symbolisieren. Anderenorts stehen zwölf Kräuter für die Zahl der Apostel. Häufig aber werden weit mehr Kräuter gebunden – 24, 48, 72, 77, oder sogar 99.
„Mir kommt es darauf an, die Pracht und Vielfalt der Natur in den Buschen zu zeigen, von jeder Pflanze binde ich immer drei Stück hinein, mindestens“, erklärt Lieselotte Hörmann ihre Methode.
Nach dem Kirchgang wird der Buschen kopfüber im Herrgottswinkel aufgehängt und getrocknet. Dort hängt er dann ein Jahr lang, und wenn der neue Buschen kommt, wandert der alte in den Kuhstall, um dort für Glück zu sorgen. Früher gaben die Bauern krankem Vieh gesegnete Kräuter.
Hokuspokus, findet Kräuterpädagogin Gisela Hafemeyer, hier komme es darauf an, gezielt die richtige Medizin zu verabreichen, nicht darauf, ob das Kraut gesegnet ist. Für sie sind die Kräuterbuschen vor allem eines: Eine wichtige Tradition, die das Wissen über die Natur fördert und deshalb nicht in Vergessenheit geraten darf.
In einem Buch über Brauchtum hat sie wichtige Stellen gelb markiert. Dort heißt es, das Binden der Kräuterbuschen war ursprünglich ein heidnischer Brauch, den die Kirche übernahm. Mit der Begründung, aus Marias Grab sei ein bezaubernder Blumenduft geströmt, als sie in den Himmel aufgenommen wurde.
In den Augen von Gisela Hafemeyer ist der Brauch des Kräuterbuschenbindens ein Segen. Sie bedauert sehr, dass viel Wissen um Heilkräuter in Vergessenheit geriet, weil die Frauen im Mittelalter zur Zeit der Hexenverfolgung ihr vererbtes Kräuterwissen nur heimlich nutzen konnten. Vieles ging so verloren, bis die Kirche das Kräutersammeln doch akzeptierte.
Die bodenständige Gisela Hafemeyer hat sich dieses Kräuterwissen in einer langen Ausbildung angeeignet. Nach der Landwirtschaftslehre wurde sie Dorfhelferin, Kräuterpädagogin, Gartenbäuerin und schließlich Erlebnisbäuerin. Ihr geht es darum, vor allem Kindern die Natur nahezubringen. „Das Buschenbinden empfehle ich jedem, ob gläubig oder nicht. Es erdet und öffnet die Augen für die Wunder und die Vielfalt der Natur“, sagt Hafemeyer. „Die Natur ist für mich alles zugleich: Wissenschaft und Wunder, Biologie, Chemie, der Kreislauf der Jahreszeiten und vieles mehr.“
Viele Heilkräuter, die sie in ihrer Hausapotheke verwendet, sammelt sie auch für die Kräuterbuschen. Etwa die vitaminreiche Brennnessel, oder das Gundermannkraut, das Schürfwunden lindert und dank seiner herben Note wunderbar würzt. Hafemeyer zählt Dutzende von Kräutern und deren Verwendung auf, sprudelt wie ein Wasserfall. Ihre Augen leuchten wie die eines Kindes, als sie sagt: „Ich verarbeite alles, was uns die Natur schenkt und bin dankbar für all ihre Gaben.“

Münchner Merkur (24.4.2017)

Süddeutsche Zeitung (25.4.2017)

Süddeutsche Zeitung (7.5.2016)

SZ07052016

Münchner Merkur (6.6.2016)

MM06062016-Rose

 Münchner Merkur (15.6.2016)

MM15062016

Im April 2015  war Regina Dötsch vom Bayerischen Fernsehen bei mir auf dem Hof und hat mich zum Thema „Frühlings-Genüsse“ aufgenommen, leider ist der Beitrag nicht mehr online.

Parsberg Echo (28.4.2015)

PE08.04.2015

 Am 23.10.2014 erschien das Buch „Pflanzenkraft und Kräuterwunder“.
Im Monat September findet Ihr mich in diesem schönen Buch mit meiner Lieblingspflanze dem Gänseblümchen 🙂 .
Ich freue mich sehr eine von diesen Frauen sein zu dürfen über welche Bettina Louise Haase in diesem besonderen Buch geschrieben hat.

Pflanzenkraft-und-Kräuterwunder-23.10.2014

Ammerseekurier (18.6.2014)

Augsburger-Allgemeine-18.6.14

Gartenbauverein Frieding (4/2014)

Heft-Gartenbauverein-Frieding-Juni-14-Vortrag-3.4.14

Im Februar 2014 war Frau Ziegler vom Bayerischen Fernsehen bei mir auf dem Hof und hat mich zum Thema „Kümmel“ aufgenommen, leider ist der Beitrag nicht mehr online.

Süddeutsche Zeitung (5.10.2013)

 

SZ-5.10.2013

 Kreisbote (21.9.2013)

KB21092013-Ferienprogramm

Im Juni 2013 war Regina Dötsch vom Bayerischen Fernsehen bei mir auf dem Hof und hat mich beim „Nesselkuchen backen“ aufgenommen, leider ist der Beitrag nicht mehr online.

 Parsberg Echo (25.5.2013)

PE25052013

Mein Land Garten (4/2013)

Mein-Land-Garten-4-2013

 Parsberg Echo (5.9.2012)

PE05092012

Im Juli 2012 war Claudia Heider vom Bayerischen Fernsehen bei mir auf dem Hof und hat mich zum Thema „Linde“ aufgenommen, leider ist der Beitrag nicht mehr online.

Münchener Merkur (16.5.2012)

Streuobstwiese-MM-16.5.2012

Jezza (12/2011)

Jezza-Dez.2011

Münchner Merkur (26.7.2011)

mm26072011

Ammerseekurier (27.5.2011)

 

Ammerseekurier-27052011

Müncher Merkur (25.5.2011)

 

mm25052011

Süddeutsche Zeitung (6.11.2010)

 

sz09112010

Kreisbote (21.7.2010)

kb21072010

Müncher Merkur (23.1.2010)

 

mm23012010

Parsberg Echo (15.4.2009)

15.4.2009

Süddeutsche Zeitung (3.6.2008)

 

SZ03062008

Ammersee Journal (5/2007)

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Süddeutsche Zeitung (9.9.2006)

 

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